Kapitel 2 Was HERMANN EBBINGHAUS (1850-1909) über die
Psychologie im allgemeinen sagte, gilt wohl auch für die Motivationspsychologie
im besonderen : " Die Psychologie hat eine lange Vergangenheit, aber eine
kurze Geschichte".
Seit den Anfängen der wissenschaftlich betriebenen Psychologie vielen Fragen
zur Notivation in unterschiedlichen Zusammenhängen an.
Durch die philosophischen und theologischen Wurzeln wurde der Wille gerene als
Institution der moralischen Norm und Pflicht angesehen, der sich gehgen niedere
Tendenzen wie Instinkte, Triebe, oder Bedürfnisse durchzusetzen hatte.
Noch um die Jahrhundertwende bezogen sich die Motivationsprobleme im wesentlichen
auf den Willensakt (Entscheidung) und die Willenshandlung (Steuerung einer Aktion).
Der Wille hat als wissenschaftlicher Begriff an Bedeutung verloren, während
Begriffe wie Triebe und Bedürfnisse den Charakter des animalischen abgelegt
haben.
Erst 1936 erschien im englischsprachigen Raum das erste Buch, das den Begriff
Motivation im Titel führte : P. T. YOUNG "Motivation and Behavior".
Jetzt waren es nicht meht Willensakte sondern Bedürfnisse und Tendenzen,
die den Zugang zum Handeln und dessen Ausführung bestimmten.
Gegenwärtig ist die Motivationsforschung noch weit davon entfernt, in ihren
Fragestellungen, Variablen, Theorien und Methoden ein einheitliches Forschungsgebiet
zu bilden.
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