Um einer zu großen Anzahl von möglichen Unterscheidungen vorzubeugen, hat man verschiedene Auswahlgesichtspunkte aufgestellt.
Vorrangig war dabei die phylogenetische Kontinuität von Verhalten. Insbesondere im Hinblick auf die den Menschen nahestehenden Primaten werden angeborene biologische Verankerungen sichtbar.
Grundlagen von Verhaltensformen.
Beschränkt man sich auf diese beiden Gesichtspunkte wird das Taxonomieproblem
erheblich vereinfacht. Die Übereinstimmung unter den Autoren ist groß.
Wir erreichen unter diesen Gesichtspunkten aber nur eine Taxonomie von primären
Motiven.
Weite Verhaltensbereiche denen sekundäre Motive zugrundeliegen bleiben
außer Betracht. Der Versuch sekundäre Motive von primären Motiven
abzuleiten, ist jedoch fragwürdig geblieben und hat den Blick auf die Mannigfaltigkeit
des menschlichen Verhaltens erheblich verengt.
Frei von dieser Beschränkung scheint der Auswahlgesichtspunkt der Universalität zu sein. Die Berücksichtigung der Universalität gewährleistet , daß auch Motive nicht übergangen oder vorschnell reduziert werden, die dem Menschen aus dem Stammbaum der Lebewesen hervoheben.
Um auf Universalität zu prüfen, bedarf es kulturvergleichender Erhebungen, die nach gleichen Inhaltsklassen von Person-Umwelt-Bezügen fahnden, die sich trotz verschiedener sozialer, kultureller und technisch-wirtschaftlicher Kontexte zu erkennen geben.
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