Von Aktivation abhängigen Variablen ist vor allem die Leistung untersucht
worden. Vereinfacht lassen sich die Ergebnisse als ungekehrte U-Funktion darstellen.
Allerdings spielt danbei der Schwierigkeitsgrad einer Aufgabe eine Rolle : je
größer die Schwierigkeit, umso günstiger scheint ein niedriges
Aktivationsniveau.
Hebb (1955) hat die umgekehrte U-Funktion als eine Interaktion von Aktivationsfunktion
und Hinweisfunktion gedeutet. (Abb.)
Die über die Sinne einströmenden Informationen werden einerseits als
spezifische Hinweise verarbeitet, andererseits tragen sie in unspezifischer
Weise zu einem allgemeinen Aktivierungsniveau bei. Um ein optimales Niveau zu
erreichen, bedarf die Hinweisfunktion eines gewissen Aktivationsgrades der beteiligten
Hirnregionen.
Ein ebenso bekanntes wie spektakuläres Experiment haben Bexton, Heron,
und Scott (1954) durchgeführt.
Sie gewannen gegen hohe Bezahlung Studenten, die sich für mehrere Tage
in reizabgeschirmte Kammern zu legen hatten. Dabei trugen die Studenten Brillen
und Manschetten um Arm und Hände, was jede Art von visueller oder taktiler
Wahrnehmung ausschalten sollte.
Schon bald stellten sich Halluzinationen und starke Beeinträchtigungen
der intellektuellen Fähigkeiten ein.
Die Studenten brachen den Versuch trotz hoher Bezahlung schon nach wenigen Tagen
ab !
Die Befunde lassen darauf schließen, daß der Organismus zu seinem
Wohlbefinden und zur Funktionstüchtigkeit eines gewissen Einstrom von Reizvariation
bedarf.
Das Gegenzug zum Reizentzug der Inkunkruenzen schafft, weil er zu komplex oder
widersprüchlich ist, um verarbeitet zu werden. Das kann zu heftigen Reaktionen
bis hin zu panischem Schrecken führen. Es ist der plötzliche und heftige
Unterschied zum Vertrauten, der heftige und schreckhafte Aktivierungszustände
auslösen kann.
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